Althoff erläuterte Perspektiven für die Altstadt
06.06.08. Trotz strömenden Regens fanden sich interessierte Neckargemünder Bürgerinnen und Bürger ein, um gemeinsam mit Bürgermeister Horst Althoff die Altstadt zu begehen. Am Hanfmarkt erläuterte Horst Althoff seine Vorstellungen für diesen zentralen Platz. Die Umgehungsstraße eröffne hier neue Chancen für die Entwicklung dieses traditionellen und bedeutenden Treffpunktes.
Beim "Ritter" erläuterte Althoff die nunmehr gesicherten Pläne zur Umgestaltung des ehemaligen Hotels, der früheren Filmbühne und des Menzer-Geburtshauses. Zahlreiche Wohnungen seien bereits verkauft, noch bevor mit dem Bau begonnen sei. Der Platz vor dem neuen Ensemble werde mit seiner zukünftigen Gestaltung einen wesentlichen Bestandteil der Verkehrsberuhigung darstellen.
Während der anschließenden Diskussion im "Goldenen Anker" erläuterte der Bürgermeister detailliert seine Vorstellungen von der Entwicklung der Altstadt. Mit der Einstellung von Sabine Schweiger als Stadtmarketingbeauftragte werde man versuchen, die Lücken im Branchenmix in der Kernstadt zu beseitigen, wenngleich die Stadt hierauf nur beschränkten Einfluss habe. Dass dies kein spezielles Neckargemünder Problem sei, sondern ein generelles, wurde dem Bürgermeister von der Versammlung attestiert. Wesentliches Augenmerk müsse nun auf die Menzer-Villa, das Bauhof-Areal und das Gelände in Bahnhofsnähe gerichtet werden, die allesamt Bestandteil des Sanierungsgebietes seien.
"Insgesamt sind weniger leere Gewerberäume festzustellen als noch vor Jahren", wurde von den interessierten Bürgerinnen und Bürgern bestätigt. Wichtig sei, gemeinsam mit den Gebäudeeigentümern nachhaltige Nutzungskonzepte zu entwickeln. Neckargemünd verfüge über eine bedeutende Kaufkraft - es müsse das Ziel aller sein, diese in der Stadt zu halten, so Althoff.
Die Stadt habe die Schlüsselgrundstücke in der Altstadt erworben, diese würden nun entsprechend eingebracht, wie zum Beispiel das ehemalige Schuhhaus "König", das durch eine gastronomische Nutzung den Marktplatz beleben soll. Der Waltscher Platz sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie man mit Zuversicht - auch gegen nicht unerheblichen Widerspruch - ein sensibles Gelände gelungen entwickeln könne. Einige Eigentümer in der Altstadt hätten bereits mit Sanierungsmaßnahmen begonnen, aber Althoff erwartet eine nochmalige Belebung nach der Fertigstellung der Umgehungsstraße. Die Verbesserung des ÖPNV, nicht zuletzt durch die verbesserte Anbindung der Ortsteile, bedeute eine weitere Aufwertung der Altstadt. Weitere Themen waren die Lebensmittelversorgung, die Verkehrsentwicklung im Wiesenbacher Tal sowie der Ausbau der Fahrradwege.
Eine offene, informative und angeregte Diskussion über die Entwicklungschancen Neckargemünds beendete Horst Althoff mit dem Dank an die Besucher, auch bei widrigem Wetter diesen Rundgang mit ihm durchgeführt zu haben und dem Appell, am 29. Juni 2008 zur Wahl zu gehen. (Vo)

