Begehung durch den Ortsteil Dilsberg
Interessierte Bürger begleiteten Bürgermeister Horst Althoff - Begehung für Fragen und Gespräche genutzt
13.06.08. Bürgermeister Horst Althoff bewirbt sich um eine weitere Amtszeit, worüber die Bürgerinnen und Bürger von Neckargemünd am 29. Juni entscheiden. Im Zuge seines Wahlkampfs lud er zu einer Begehung im Ortsteil Dilsberg ein. Hier und bei der anschließenden Gesprächsrunde im "Café Pippifax" nutzen insgesamt über 40 Interessierte die Informationsquelle aus erster Hand. Unter den aufmerksamen und kritischen Teilnehmern befanden sich auch Ortsvorsteher Stefan Wiltschko, zahlreiche Ortschaftsräte, der Vorsitzende der Freien Wähler Frank Volk und Bewohner aus dem Ortsteil Mückenloch.
Auf dem "Roseplatz" vor dem historischen Torbogen begrüßte Horst Althoff alle, die seiner Einladung gefolgt waren um ins Gespräch zu kommen und freute sich zu erfahren was die Bürger bewegt. Dieser Platz wie auch der Rudolf-Maurer-Platz in der Unteren Straße seien durch gemeinsame ehrenamtliche Tätigkeit zu wahren Kleinoden geworden, die den Dilsberg attraktiver machen. Der Buswendeplatz konnte gemeinsam mit dem Tuchbleichenplatz undPr dem Parkplatz an "Der schönen Aussicht" durch den Kontakt zu einer renommierten Straßenbaufirma im Zuge einer Referenzbaustelle, für die Gemeinde kostenfrei, instand gesetzt werden. Bei dieser Gelegenheit wurde auch gleich der Kanalanschluss der Tuchbleichenhalle durchgeführt. Jetzt ist der Einsatz eines Stadtbusses angedacht, dessen Planungen sich konkretisieren, um die Verbindung zur Kernstadt und zur S-Bahn zu optimieren.
Auf Zwischenfragen der Bürger antwortete der Kandidat detailliert, kompetent und informierte über die aktuelle Sachlage. Eine Frage die den Bürgern sehr auf der Seele lag galt dem maroden Zustand der "Schönen Aussicht". Hier ist die Sachlage für die Verwaltung schwierig, da es sich um Privateigentum handelt, wobei der Eigentümer inzwischen seinen Verkaufswillen signalisiere. Auch das erforderliche Geländer am "Roseplatz" erregte die Gemüter, ebenso wie das versetzte Verkehrsschild "Spielstraße" vorm Torturm. Die Begehung führte weiter zu einem touristischen Highlight, der Burg. Hier hält der neue Schlossvogt seinen "Laden" in Schuss und verbesserte die Öffnungszeiten. Das Areal der Burgbühne gehört inzwischen dem Landkreis, welcher auf eigene Kosten die Mauern rings um das Gelände saniert und den Eingangsbereich neu gestalten will.
Ein wichtiges Thema ist das Feuerwehrhaus der Abteilungswehr, welches eine idyllische Lage aber wenig Funktionalität aufweist und aus der Bergfeste herausgehört. Wo und wie umsetzen, lauten hier die Fragen. Bürgermeister Althoff will mit Kommandant Michael Hofmann und den kommunalen Gremien ins Gespräch kommen, um mittelfristig eine Lösung anzustreben. Das Kommandantenhaus, im Besitz des Rhein-Neckar-Kreises, ist ein Gewinn für die Gemeinde und bietet Kultur vom Feinsten, darauf ist nicht nur der Amtsinhaber ein wenig Stolz. Der Weg führte um die Burg herum, wo vor wenigen Monaten der Forst durch eine österreichische Spezialfirma den Baumbewuchs auf Stock setzen ließ und durch die langgehegte Freilegung wieder ein fantastischer Blick auf und von der Bergfeste genossen werden kann. Über die Friedenslinde führte der Weg an der Stadtmauer entlang zum Parkplatz an der "Schönen Aussicht", dessen neuer Bodenbelag sich schön verdichtet hat. Bleibt die Tatsache, dass Dilsberg in den letzten Jahren Gastronomie verloren hat, durch den Kreis ein hervorragendes Kulturangebot besitzt und die Burg eine positive Entwicklung zeigt, wobei allerdings bei aller Aktivitäten die Bedürfnisse der Anwohner auf Ruhe berücksichtigt werden sollten.
Horst Althoff hätte noch viele interessante Plätze zeigen können, dennoch zog er es vor weitere Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern im "Café Pippifax" zu führen. Von dieser Gelegenheit wurde ausführlich Gebrauch gemacht und u.a. auf die Parksituation in der Unteren Straße, die geplante Pflasterung in der Bergfeste sowie auf die Notwendigkeit zur Fortführung der örtlichen Arztpraxis hingewiesen. Teilweise vorhandene Befürchtungen die Stadt würde nur in Projekte der Kernstadt investieren, konnten durch konkrete Zahlen widerlegt werden. Hier nannte Horst Althoff an erster Stelle die kostenintensiven Kanalisierungsmaßnahmen in Dilsberg und Mückenloch, die gleichzeitig einen verbesserten Umweltschutz bieten. Ein brisantes Thema brachte ein besorgter Vater bezüglich des geplanten Bodenbelags im Außenspielbereich des Kindergartens vor, hier sind Hackholzschnitzel als Ersatz für den bisherigen von Zecken befallenen Rindenmulch geplant, wodurch die Eltern eine erhöhte Verletzungsgefahr der Kinder beim Spielen im Außenbereich befürchten. Auch die Kernstadt betreffende Fragen, wie beispielsweise die Finanzierung der vielen Baumaßnahmen, die notwendige Sanierung der Münzenbachhalle oder die Attraktivitätssteigerung der Altstadt wurden erörtert.
Ortschaftsrat Karlheinz Streib appellierte am Ende der regen Diskussionsrunde an alle Anwesenden: "Ich hoffe und wünsche mir, dass viele Dilsberger Bürger zur Wahl gehen, um die erfolgreiche Arbeit des Amtsinhabers zu unterstützen."
Bürgermeister Althoff dankte für die Schlussworte und betonte, dass die Wahlbeteiligung für ihn ein wichtiger Punkt sei. Am Samstag, 14. Juni 2008 besteht von 8 bis 10 Uhr vor der Bäckerei Gehrig eine weitere Möglichkeit mit Horst Althoff über seine bisherige Arbeit sowie über anvisierte Ziele innerhalb einer neuen Amtsperiode zu sprechen. (B.O.)

